Einträge Seite 6

  • Was blüht da eigentlich alles?

    Schon bald nachdem ich in Fukuoka ankam, ist mir aufgefallen, dass da etliche blühende Pflanzen zu sehen sind. Aber was ist das eigentlich? Hier ein paar Beispiele.

    Das hier war noch einfach, weil der Bereich im Burgpark von Fukuoka auch als Pflaumenfeld ausgewiesen war: der Pflaumenbaum. Die Pflaume blüht sehr früh, schon im Februar, so dass viele Blüten schon abgefallen waren. Die Blütezeit dauert länger an als bei der Kirsche.

    Fukuoka, Maizuru Park: Pflaumenbaum

    Fukuoka, Maizuru Park: Pflaumenbaum

    Hier noch ein schöner Pflaumenbaum am Dazaifu Tenmangu Schrein bei Fukuoka, der für seine Pflaumenblüte bekannt ist:

    Dazaifu Tenmangu Schrein: blühender Pflaumenbaum

    Dazaifu Tenmangu Schrein: blühender Pflaumenbaum

    Ein immergrüner Baum, dem die deutschen Winter etwas zu streng sind, ist die Kamelie. Es gibt verschiedene Arten, teils mit gefüllten Blüten, die an Rosen erinnern.

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  • Meine Kyushu-Tour -- Tag 3: der Vulkan Aso 22.3.2016

    Am 22.3. war mein dritter Tag der spontan eingeläuteten Kyushu-Tour. Mein Ziel war der Aso Vulkan im Landesinneren und die Zugfahrt drumherum.

    Los gings in Beppu mit dem Limited Express “Kyushu Odan Tokkyu” oder verständlicher “Trans-Kyushu Limited Express”, der von Beppu nach Oita, dann auf der südlicheren Route quer durch Kyushu nach Kumamoto, und von dort weiter nach Süden bis Hitoyoshi fährt.

    Der Zug kommt etwas rustikaler daher als andere Limited Expresse:

    Trans-Kyushu Limited Express

    Trans-Kyushu Limited Express

    Innen ist er aber recht hübsch aufgemacht:

    Trans-Kyushu Limited Express: Innenausstattung

    Trans-Kyushu Limited Express: Innenausstattung

    Der Grund für den stampfenden Diesel wird bald klar, wenn wir nach Oita landeinwärts abbiegen: Die Strecke ist “oben ohne”, also nicht elektrifiziert.

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  • Meine Kyushu-Tour - Tag 2: japanische Frühgeschichte im Yoshinogari-Koen und die Onsenstadt Beppu 21.3.2016

    Am zweiten Tag dieser Kyushu-Tour wollte ich mal tief in die japanische Vergangenheit zurückgehen. Und zwar in die Yayoi-Periode, etwa 300 v.Chr. bis 250 n.Chr. Neuere Erkenntnisse datieren ihren Beginn schon wesentlich früher. Da in Japan damals noch keine Schriftsprache existierte, werden einerseits Ausgrabungsfunde und andererseits Aufzeichnungen aus China über Japan als Quellen herangezogen.

    Diese Periode ist in dem Ausgrabungsort Yoshinogari Park auf Kyushu verkörpert, den ich daher am zweiten Tag ansteuerte. Das passte auch von der Route her, denn der Park liegt auf dem Weg von meinem Übernachtungsort Isahaya nach Fukuoka, zwischen Saga und Tosu. Somit setzte sich die Bahnfahrt aus einer Station Bummelzug von Nishi-Isahaya nach Isahaya, einer Stunde Limited Express nach Saga und 11 Minuten wieder mit einem Local Train nach Yoshinogarikoen zusammen.

    Am Bahnhof angekommen und auch auf dem Fußweg zum Park lassen Wegweiser keinen Zweifel, dass die Richtung stimmt. Auch die Kanaldeckel haben den Park zum Thema:

    Yoshinogari: Wegweiser und Kanaldeckel

    Yoshinogari: Wegweiser und Kanaldeckel

    Am Parkeingang angekommen, lässt die moderne Architektur zunächst Zweifel aufkommen, ob ich da richtig bin:

    Yoshinogari Park: Osteingang

    Yoshinogari Park: Osteingang

    Doch dann ist alles klar. Das Gelände ist wie später die Burgen mit mehreren Verteidigungsringen gesichert, die hier jeweils aus Palisaden, einem Graben und einem Gürtel aus angespitzten Stöcken bestehen. Das Portal mit den Vogelfiguren darauf nimmt schon die typische Form der späteren Torii vorweg:

    Yoshinogari Park: äußerer Schutzwall und Tor

    Yoshinogari Park: äußerer Schutzwall und Tor

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  • meine Kyushu-Tour Tag 1: Nagasaki -- viele Tempel, die Öffnung zum Westen und eine Insel, die keine mehr ist 20.3.2016

    Nachdem ich gerade noch die nächtliche Stimmung in Kyoto genossen hatte:

    Kyoto, Higashiyama Hanatoro (Abendbeleuchtung)

    Kyoto, Higashiyama Hanatoro (Abendbeleuchtung)

    war es dann Zeit, zum Bahnhof zu fahren, wo der Nachtbus abfährt. Da wurde es knapper als ich dachte, denn die Schlangen an den Bushaltestellen waren lang, und die Busse kamen schon recht voll daher. Einweiser regelten den Vorgang an jeder Bushaltestelle und wiesen auch darauf hin, ob der jeweilige Bus zum Bahnhof fährt oder nicht. Letztlich wäre ich zu Fuß mindestens gleich schnell gewesen, noch dazu, da die Bushaltestelle auf der Vorderseite (Nordseite) von Kyoto Station liegt, die Abfahrt für den Nachtbus aber auf der Südseite (Hachijo Exit).

    Die edleren Willer-Busse waren schon ausgebucht, daher war meiner diesmal ein Star Express Bus, der außer den Vorhängen an den Fenstern nicht speziell als Nachtbus ausgestattet war:

    Star Express Bus, als Nachtbus von Kyoto nach Hakata

    Star Express Bus, als Nachtbus von Kyoto nach Hakata

    Der Bus fuhr um 21:30 ab mit weiteren Zustiegen in Osaka und Kobe und kam nach einem Ausstieg im Kokura um 08:20 in Hakata(Fukuoka) an.

    Am nächsten Morgen also Fukuoka. Diesmal wollte ich ja etwas weiter fahren, daher holte ich mir den JR Kyushu Railpass in der Version “Northern Kyushu, 3 Tage” für 8500 Yen (Northern Kyushu 5 Tage kosten 10000, und ganz Kyushu 15000 bzw. 18000 Yen für die 3 bzw. 5 Tage Version). Da muss man in Hakata Bahnhof erstmal aufpassen: Auch JR West hat dort ein Ticketbüro, denn der Shinkansen aus Kyoto/Osaka via Hiroshima und Yamaguchi kommend, gehört nicht nur bis Kokura (sein erster Bahnhof auf Kyushu) sondern bis Hakata zu JR West. Deshalb darf mit dem JR Kyushu Railpass auch nur die Shinkansen-Strecke ab Hakata benutzt werden - bis Kumamoto mit dem Northern Pass, bis zur Endstation Kagoshima-Chuo mit dem All-Kyushu-Pass. Den JR Kyushu Railpass bekommt man natürlich am Schalter von JR Kyushu. Wie schon beim Kansai-Pass von JR West war der Kauf auch hier problemlos: Formular ausfüllen, mit Reisepass an den Schalter, und er wird ausgestellt.

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  • Spontan nach Kyushu (Kurzinfo)

    Gestern früh war ich zur Rezeption des “Amenity Hotel”, ein Kapselhotel im Osten von Kyoto, gegangen und wollte eine Nacht verlängern, aber: Sorry, ausgebucht! Kurze Recherche hat ergeben dass dieses Wochenende anscheinend halb Japan auf Reisen ist - es war fast nix zu kriegen, und die wenigen Zimmer nicht unbedingt in der angestrebten Preislage. Nicht nur in Kyoto, auch z.B. in Osaka. Inzwischen habe ich gesehen, was dahintersteckt: Diesen Sonntag ist Spring Equinox (Tag- und Nachtgleiche), ein Feiertag in Japan! Und weil die Japaner ihre Feiertage auch ausnützen wollen, wird ein Feiertag, der auf den Sonntag fällt, am Montag nachgeholt. Also verlängertes Wochenende, fast schon Golden Week light. ;) Unterhalb des Kiyomizudera, wo mein Hotel lag, kommt dann noch dazu, dass die zur Zeit Abendevents mit Beleuchtung entlang der Tempel und Schreine des “Higashiyama” also des östlichen Berges, haben.

    Ich hab dann spontan beschlossen, mit einem zweiten der fünf Tage meines Willer Bus Pass nochmal nach Kyushu, also Fukuoka zu fahren. Das ist eine Nachtfahrt, also brauch ich in der Nacht kein Hotel ;) für die Nacht drauf, also heute abend, habe ich eine Nacht in der Nähe von Nagasaki gebucht, das ich heute auch schon besichtigt habe. Jetzt geh ich erstmal ins Hotelbad, mich frischmachen und relaxen, dann nochmal raus was zum Essen suchen, und dann muss ich planen, wohin es morgen geht.

    Der Rückweg von Kyushu nach Tokyo (wo ich mich ab Freitag wegen der AnimeJapan schon frühzeitig einquartiert habe), wird allerdings holprig. Im Bus Pass ist nur eine Nachtfahrt von Fukuoka zurück vorgesehen, die geht aber maximal bis Kyoto, und von dort gehts auch wieder nur nachts nach Tokyo, wenn ich das richtig gesehen habe. Mehr zu dem allen später.

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