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  • Seoul Dongdaemun und Umgebung, DDP

    Am Dienstag bin ich dann zum Osttor (Dong-dae-mun: Ost-Groß-Tor) gefahren. Das Tor selbst hat offiziell den Namen Heunginjimun, und ist einer der vier primären Stadttore Seouls. Als einziges Stadttor hat es noch einen zusätzlichen, auf der Außenseite vorgebauten halbkreisförmigen Befestigungswall:

    Seoul,  Heunginjimun oder Dongdaemun, das östliche Stadttor, von außen

    Seoul, Heunginjimun oder Dongdaemun, das östliche Stadttor, von außen

    Ursprünglich 1398 erbaut, stammt das heutige Bauwerk von 1869. Das kann für hiesige Verhältnisse als alt gelten, Südkorea scheint insgesamt in den letzten 10-20 Jahren viel Aufwand in die Rekonstruktion historischer Bauwerke zu stecken, das sieht man an den Palästen und Tempeln, von denen einige erst wenige Jahre alt sind, und auch an der Stadtmauer von Seoul.

    Auf der anderen Straßenseite vom Tor befindet sich ein Hügel, auf dem sich die Stadtmauer fortsetzt, und der als Mauerpark gestaltet wurde.

    Seoul,  Heunginjimun vom benachbarten Hügel (Mauerpark) aus

    Seoul, Heunginjimun vom benachbarten Hügel (Mauerpark) aus

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  • Übernachten in einem Jjimjilbang

    Diesmal wollte ich eine Übernachtung der besonderen Art ausprobieren. Ein Jjimjilbang ist eine Kombination aus Badehaus, Sauna und Übernachtungsmöglichkeit. Wobei ich da noch einen wichtigen Aspekt nicht erwähnt habe: Fomentation, ein im Englischen ungebräuchliches Wort, steht für gesundheitliche Wärmeanwendungen. Ebenso wie den unterschiedlichen Bädern werden auch den Räumen mit trockener Hitze, unterstützt durch Erden oder Gestein, heilende Wirkungen zugeschrieben.

    Gestützt auf Berichte im Internet wählte ich das Siloam Jjimjilbang, das sich gleich ums die Ecke von Seoul Station, also dem Hauptbahnhof, befindet. Das Schild „Siloam Sauna“ auf dem Gebäude ist weithin sichtbar:

    Weithin sichtbar weist das rote Schild auf dem Dach auf die Siloam Sauna hin.

    Weithin sichtbar weist das rote Schild auf dem Dach auf die Siloam Sauna hin.

    Einschließlich Übernachtung kostet der Besuch im Siloam Jjimjilbang 15000 Won (gut 11 EUR), ist also verglichen mit anderen Übernachtungsformen sehr preisgünstig. In einer Blog-Besprechung hatte ich gelesen, dass man nicht mit schweren Koffern in ein Jjimjilbang kommen sollte, das würde einen schlechten Eindruck machen, ich habe meinen daher vorher schon zu dem Hostel für die Folgenacht hingebracht. Das wäre zumindest hier kein Problem gewesen, es gab beim Umkleidebereich auch Locker für Gepäck. Aber dann hätte ich den Koffer am Folgetag weiterbringen müssen, hat also schon gepasst so.

    An der Kasse wird die Saunakleidung ausgegeben, bestehend aus beigem T-Shirt und brauner kurzer Hose für die Männer und orangem T-Shirt und roter Short für die Frauen. Dann trennen sich die Wege nach Geschlecht, und als erstes hat man im 1F (Erdgeschoss) den Umkleideraum vor sich. Der Schlüssel für das Schuhkästchen wird nach Verstauen der Schuhe an der Theke gegen den Spindschlüssel am Spiral-Armband ausgetauscht. Dort zieht man sich erstmal aus, und parkt auch die Saunakleidung zunächst im Spind, denn in das (geschlechtergetrennte) Nassbad im Untergeschoss geht man nackt.

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  • Namsan und Umgebung

    Am Montag nachmittag bin ich dann zum Namsan (=Südberg) gefahren. An seinem Fuß befindet sich das Namsangol Hanok Village, ein Open-Air Museum mit fünf traditionellen Häusern, die von ihrem ursprünglichen Standort hierher zusammengezogen wurden. Sowohl Eintritt als auch Führung sind kostenlos, allerdings war ich so gebannt vom Vortrag, dass ich kaum Fotos gemacht habe. (Dienstags ist geschlossen.)
    Wohnen kann man hier nicht, an anderer Stelle in Seoul gibt es ebenfalls eine Hanok-Siedlung, wo die Gebäude auch als Gästezimmer vermietet werden.

    Hier immerhin ein Bild von dem Pavillion dort auf einen kleinen Teich:

    Seoul, Namsangol Hanok Village, Blick vom Pavillion

    Seoul, Namsangol Hanok Village, Blick vom Pavillion

    Die Häuser sind alle in der konfuzianistischen Tradition gebaut, und verfügen über separate Räume für die Frau und für den Mann. Zum Frauenteil gehört natürlich die Küche, zum Männerteil ggf. eine Veranda. Das Rauchgas vom Herdfeuer wird wie üblich nach dem Ondol-Prinzip unter den Räumen hindurch geführt, um im Winter den Fußboden zu wärmen. Für den Sommer gab es auch eine Kochstelle draußen, damit das Haus nicht unnötig zusätzlich aufheizte.

    Oberhalb der Hanok Village befindet sich die Seoul Millennium Time Capsule, die Seoul 1996 zu seinem 600jährigen Bestehen mit 600 typischen Gegenständen gefüllt hat, und die 2396 zum tausendjährigen Bestehen von Seoul geöffnet werden soll.

    Ich bin dann weiter bergauf gewandert, denn ich wollte auf dem Namsan den N Seoul Tower besuchen, und dachte mir, die Wanderung dort hinauf wird mir nicht schaden. Das muss man nicht machen! Es gibt sowohl eine Gondelbahn als auch Linienbusse, die (fast) auf den Gipfel fahren.

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  • Seoul: Gyeongbokgung-Palast

    Montags haben viele Sehenswürdigkeiten und Museen in Korea geschlossen. Prinzipiell kann der Ruhetag jeweils unterschiedlich irgendein Wochentag sein, selten auch keiner, aber viele scheinen sich für den Montag zu entscheiden. Praktisch also, dass der Hauptpalast da eine Ausnahme macht und Dienstag schließt, so lag es nahe, am Montag dorthin zu gehen. Ich hatte den Tag gemächlich angehen lassen und ging zu Fuß die Yulgok-ro entlang. Ein Eckturm der Palastanlage ist inzwischen auf eine Verkehrsinsel gebannt und bildet einen krassen Kontrast zu dem dahinterliegenden (vom Palast weg nach Südost blickend) ovalen Hochhausneubau (auf Google Streetview 2009 noch nicht vorhanden):

    Seoul, Gyeongbokgung: ehemaliger Südost-Eckturm vor Hochhausneubau

    Seoul, Gyeongbokgung: ehemaliger Südost-Eckturm vor Hochhausneubau

    Der ganze Palast ist von einer Mauer und einem Graben umgeben, daran entlangspazierend kam ich gegen 11 Uhr am eindrucksvollen Haupttor Gwanghwamun an. Sein unterer Teil des Tores ist Teil der Palastmauer und folglich aus Stein, mit drei Durchgängen. Darüber ist in Holz mit zwei ausladenden Dächern das Torwächterhaus draufgesetzt:

    Seoul, Gyeongbokgung: das Haupttor Gwanghwamun

    Seoul, Gyeongbokgung: das Haupttor Gwanghwamun

    Vor den beiden Seitenbögen stehen je zwei Fahnenträger mit Hut in Hellblau, um die Mittelöffnung herum zwei bewaffnete Wachen mit Helm in Rot. Ordner drängten die Zuschauer zurück, denn es gibt um 11 Uhr ein tägliches Spektakel: die Wachablösung, die von einem Historienverein zelebriert wird. Der Chef der Wache in Gelb mit Roten Umhang und zwei senkrechte Pfauenfedern am Hut stellte sich auf. Nun kam ein zweiter Wachtrupp herausmarschiert, bestehend aus den gleichen sechs Rollen, ferner der alte und der neue Wachtruppführer in Rot mit blauem Umhang und senkrechten Pfauenfedern am Hut, sowie vier Trommler in Rot mit blauer Schärpe und Hut mit gekreuzten Federn.

    Seoul, Gyeongbokgung: Wachablösung

    Seoul, Gyeongbokgung: Wachablösung

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  • Seoul: Changdeokgung-Palast

    Am Sonntag den 28.2. bin ich von meinem Hotel “The An Hostel” in der Donhwamun-ro aus erstmal nach Norden gewandert, weil dem Stadtplan nach da recht bald ein Palast kommen sollte. Es handelt sich um den Changdeokgung-Palast, den zweiten Königspalast neben dem Gyeongbokgung-Palast. Er wurde an einem Hügel gebaut und fügt sich in die Landschaft ein, deshalb stehen die Gebäude auch nicht auf einer Linie hintereinander, wie es sonst typisch ist, sondern vom Tor immer weiter nach rechts hin, sich mehr oder weniger tief ausdehnend. Das Tor Donhwamun (-mun steht für Tor, wie das japanische -mon), nach dem auch die Straße benannt ist, stellt den Zugang zum Palastgelände dar:

    Seoul, Changdeokgung: Donhwamun

    Seoul, Changdeokgung: Donhwamun

    Dahinter geht es rechts über eine Brücke zu den Palastanlagen und geradeaus zu dem Verwaltungskomplex Gwolneagaksa. Hier waren unzählige Beamte tätig. Die Vielzahl kleiner und mittlerer Gebäude bildet ein Labyrinth, man kann da absichtlich oder aus Versehen die gerne in Comics gezeigte Szene “grad kam ich von links, jetzt komm ich von rechts” nachspielen und ich war am Ende direkt froh wieder rauszufinden. ;)

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